• Angela Fischer

Corona-Grau ade

Aktualisiert: Mai 11

Colour up... darum mögen eure Haare Farbe


Wart ihr schon beim Friseur?

Habt ihr schon einen der schwer ergatterbaren Termine bekommen?

Also ich habe ja unserem Ministerpräsident den Termin weg geschnappt und während sein volles Haupthaar von Pressekonferenz zu Pressekonferenz sprießt und sprießt, kann ich wieder in den Spiegel schauen.

Nee, Späßle.

Keine Ahnung, wo sich Markus Söder die Haare stutzen lässt.




Wahr ist allerdings, dass ich tatsächlich

beim Friseur war. Nach zehn Wochen.

Gefühlt waren es allerdings mindestens

sechs Monate.

Dass die Haare länger und länger wurden,

war gar nicht so das Problem. Mit meiner

Corona-Matte kann ich gut leben.

Weitaus weniger mit meiner stetigen

Verwandlung in einen Silberfuchs.








Erst brach das graue Grauen am Scheitel

und Ansatz aus. Dann kamen plötzlich die

Schläfen dazu. Ich habe mich schon gar

nicht mehr getraut einen Zopf zu machen.

Wie ist das bei euch mit den Zeichen

der Zeit?

Wie grau seid ihr schon?

Ertragt ihr das mit Fassung oder mit Farbe?


Also ich mit Farbe.

Könnt ihr nachvollziehen, dass es junge Mädchen gibt, die sich tatsächlich die Haare grau bzw. silber färben? Die freiwillig wie Omas ausschauen wollen? Auch wenn ich dreißig Jahre jünger wäre... never ever. Das ist doch, wie wenn man sich ein paar Falten ins Gesicht malt, um eventuell reifer zu wirken.


Grau = alt. Eine schreckliche Formel findet ihr nicht auch?

Blöderweise gilt sie vor allem für uns Frauen. Und nicht für Männer. Da kommt so ein George Clooney mit graumelierten Strähnen da her und schon heißt es: "Wow...interessanter Mann".

Wenn ich mit grauen Strähnen da herkomme, sagt allerdings keiner: "Wow ... interessante Frau." Das ist echt nicht fair vom Leben.

Wobei - ich bin gerne Frau. Nur wegen der haarsträubenden Sache mit dem Clooney-Wow-Effekt würde ich jetzt kein Mann sein wollen. Ihr?


Bewundern tue ich allerdings Birgit Schrowange. Dass sie als TV-Moderatorin ihre grauen Haare nicht mehr färbt, finde ich sehr mutig. Angeblich ist ihr Bekenntnis zum Grau eine "Befreiung."


Also ich habe den Mut nicht. Mich "befreit" Farbe.

Außerdem liebe ich meine Haarfarbe. Als Kind war das etwas anderes. Da wurde ich oft gehänselt. Als Hexe bezeichnet. Das tat weh. So sehr, dass ich mir schwor, die Haare zu färben, wenn ich Erwachsen bin. Zum Glück bin ich nicht nur erwachsen geworden, sondern auch stolz auf mein Rot.

Allerdings ist es gar nicht so leicht, den passenden Rot-Ton beim Färben zu finden. Ich habe das lange selber ausprobiert. Aber war nie richtig zufrieden. Außerdem war es jedesmal eine Sauerei. Kennt ihr das?


Bis ich bei Kathrin Kauffeld gelandet bin. Sie hat ein tolles Händchen für Farbe und Styling. Dafür fahre ich sogar von München bis nach Freising. 40 Kilometer. Alle fünf Wochen. Dort hat Kathrin nämlich ihren Salon "Kathrin Kauffeld Friseure".

Klickt doch mal rein: https://www.kathrinkauffeld.de/


Ich erinnere mich noch sehr gut an das erste Mal, als ich bei ihr war. Ich hatte schon etwas Bammel, weil ich ja nicht wusste, ob sie so gut ist wie ihr Ruf. Mit Haaren ist das bei mir so eine Sache. Wie ist das bei euch? Wie heikel seid ihr da?


Kathrin hat sofort gesehen, was meine Haare brauchen. Die waren nämlich stumpf und spröde. Vom vielen Glätten. Kathrin hat mir empfohlen, die Haare mit einer dicken Rundbürste zu föhnen. Und mir geduldig erklärt, wie ich am besten einen lockeren Schwung in die Spitzen bekomme.

Und tatsächlich hat es geklappt. Ihr kennt das sicher: beim Friseur sieht das Stylen so easy aus. Doch kaum steht man zuhause vor dem Spiegel, hat man zwei linke Hände. Das Resultat von einem handwerklichen Meisterwerk weit entfernt. Egal wie lange ihr mit welchen Utensilien vor dem Spiegel verbringt, euer Homemade-Look nicht vergleichbar mit dem vom Friseur.


Kathrin war es wirklich wichtig, dass ich zufrieden nach Hause gehe. Das habe ich gespürt. Und manchmal sind es ja auch nur so Kleinigkeiten wie der Scheitel auf der anderen Seite und schon ist die Ausstrahlung eine ganz andere. Weil deine Schokoladenseite betont wird. Probiert das doch mal aus.

Kathrin hat mir zum Beispiel auch empfohlen, die Brauen dunkler zu färben. Wahnsinn... wie stark das den Gesichts-Ausdruck verändert.


Genauso ist es auch mit der Haarfarbe.

Grau macht nämlich nicht nur alt, sondern auch blass.

Wobei - graue Haare gibt es eigentlich gar nicht. Der optische Eindruck vom grauen Schopf kommt von der Mischung aus pigmentierten und pigmentlosen Haaren. Haare sind entweder weiß oder farblos. Sie entstehen in den Haarwurzeln. Dort sitzen farbgebende Zellen, die mit den Jahren die Produktion des Farbpigments Melanin verlangsamen und irgendwann ganz einstellen.


Übrigens: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass durch Übersäuerung des Körpers und dem damit verbundenen Nährstoffmangel, mehr weiße Haare nachwachsen.


Egal ob nun weiß oder grau -

wie sehr strapaziert Colorieren die Haare?

Fakt ist: beim Färben findet eine chemische Reaktion auf unserem Kopf statt. Deshalb ist es wichtig, Farbe von hochwertiger Qualität zu verwenden. Inhaltsstoffe wie künstliche Parabene oder Silikone sind ein No-Go.

Sie machen das Haar kaputt. Sind eventuell sogar krebserregnd. Also Augen auf bei Billigprodukten aus dem Drogeriemarkt.


Das Problem bei weißen Haaren: Sie haben eine andere Haarstruktur. Sie sind dicker, aber auch widerspenstiger, kruseliger und strohiger.

Vorteil des Colorieren: Die Farbe gibt dem Haar Pigment zurück. Stellt euch das einfach vor wie ein Draht, der innen hohl ist. Die Farbe füllt das hohle Haar auf und baut es von innen auf. Es wird weicher, bekommt wieder eine gesündere, glattere Struktur und - ganz wichtig - es glänzt wieder.

Kathrins Pflegetipp für gefärbte Haare: Unbedingt einmal pro Woche eine Haar-- oder Farbkur machen. Und nach jeder Haarwäsche eine Spülung. Wichtig: Nur Pflegeprodukte mit echten Keratinen und Proteinen verwenden.

Übrigens: Zu heißes waschen mögen weiße Haare gar nicht.

Seit ich zu Kathrin gehe, sehen meine Haar wesentlich gesünder aus. Das liegt sicher auch an den La Biosthetique-Produkten, die ich jetzt schon seit Jahren benutze. Die sind nicht billig. Aber dafür basieren sie auf hochwertigen, natürlichen Inhaltsstoffen.

Das gönne ich meinem Haar und mir, weil man wirklich den Effekt spürt und sieht.


Colour up - heißt es für mich wieder in fünf Wochen. Weil ich lieber der Rotfuchs als der Silberfuchs bin.

Freue mich über eure Kommentare zum Thema: Colour oder Grau?







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