• Angela Fischer

Do-it-yourself

Aktualisiert: Juni 7

Warum Frauen gerne mal Nagelfeile gegen Akkubohrer tauschen...


Was schätzt ihr? Wie hoch ist der Anteil an weiblichen Baumarkt-Kunden?


Im Jahr 2019 waren rund 49,8 Prozent der Personen, die in einem Toom-Baumarkt eingekauft haben, weiblich. Bei Obi waren es 46 Prozent. Und diese weiblichen Kunden sind nicht nur in der Gartenabteilung zu finden!






Heimwerken ist keine Männerbastion mehr. Mit dem Werkzeugkoffer kennen sich viele Frauen mittlerweile genauso gut aus wie mit dem Kosmetikkoffer.

Wenn es um die Verschönerung der eigenen vier Wände geht, krempeln immer öfter Frauen die Ärmel hoch.





Das Interessante dabei: Jede dritte Frau greift zu Hammer, Bohrer und Co., weil es ihr Partner nicht tut. Ist das nicht irgendwie traurig! Was läuft da schief? Was ist mit dem Slogan von Hornbach, der großspurig tönt "in-jedem-Projekt-steckt-ein-Teil-von-dir"?


Mir als Single bleibt ja nichts anderes übrig als do-it-yourself.


Wobei es mir auch Spaß macht zu handwerkern. So wie ganz sicher

auch Frauen in Beziehungen Spaß an Werkeln mit Werkzeug haben.

Trotzdem – ein Mann mit handwerklichem Geschick macht doch einfach Eindruck. Nicht nur am Anfang einer Beziehung.

Einer mit zwei linken Händen... hm ... ich weiß nicht. Für mich müsste er schon jede Menge andere Talente haben, um das auszugleichen.


Wie seht ihr das ? Wie ist das bei euch zuhause?


Selbst ist die Frau.

Wenn schon nicht vom Partner, so wird das sogenannte "schwache Geschlecht" wenigstens von den Baumärkten unterstützt. Die sehen nämlich in den handwerkenden Frauen großes Potential. Bieten deshalb Heimwerk-Kurse speziell für Frauen an. Kostenlos. Das Klientel reicht dabei von Studentinnen über Singles bis zu Seniorinnen und Witwen. Die lernen bei den Crashkursen von Profis konkrete Handgriffe und handwerkliche Kniffe. Das Tolle: Die Do-it-yourself-Kurse sind fast immer ausgebucht. So groß ist das weibliche Interesse am selber machen.

Hat ja auch seine Vorteile: Geringere Reparaturkosten, Handwerker können einem kein X mehr für ein U vormachen und der Partner kann in Ruhe sein Bierchen trinken.

Frauen und Akkubohrer – eine unschlagbare Verbindung.

Vor allem, wenn gleich zwei Frauen am Werk sind.

Bester Beweis: meine Freundin Gabi und ich. Online hatte sich Gabi einen Küchenwagen bestellt.


Mit Schublade, ausziehbarem Drahtkorb, seitlichem Regal mit drei Ebenen und Rollen.

Das Ganze kam als Paket zum selber aufbauen.


Und nachdem ein Bekannter von ihr nicht konnte bzw. nicht wollte (obwohl sie ihm als Dank ein Spargel-Menu zubereitet hätte !), bin ich als Aufbauhilfe eingesprungen.







Im Paket jede Menge Einzelteile.

Jede Menge Tütchen mit unterschiedlichsten Schrauben.

Immerhin schön geordnet und beklebt mit

Buchstaben und Nummern.


Getreu dem Motto "geht nicht, gibt's nicht" haben wir uns durch die 14-seitige Aufbauanleitung gearbeitet.


Was erst verwirrend schien, ging besser als erwartet. Mit Frauenpower eben.

Und natürlich einer Flasche Prosecco.




Und so sieht der fertig montierte Küchenwagen aus:

Toll geworden, oder?

Fazit: Selbermachen macht total Spaß und ungemein stolz. Und ist mal eine nette Abwechslung zum Shoppen gehen mit Freundinnen.


Hier noch zwei ganz persönliche Do-it-yourself-Kniffe von mir:

1. Staubfreies Bohren: Dieser Tipp ist vor allem nützlich, wenn ihr allein seid. Klebt einfach direkt unter die Stelle, wo ihr das Loch in die Wand bohren wollt, mit Tesafilm einen Briefumschlag oder einen Kaffee- bzw. Teefilterbeutel. Dann bröselt der Baustaub direkt da hinein. Gleichzeitig bohren und staubsaugen oder hinterher staubsaugen, ist damit überflüssig.


2. Einschlagen von Nägeln: Dafür braucht ihr eine Haarnadel. Diese mit der geschlossenen Seite um den Nagel legen, am anderen Ende festhalten. Jetzt könnt ihr mit dem Hammer zuschlagen ohne die Finger zu treffen.


Habt ihr auch Do-it-yourself Tipps für leichteres Handwerken? Dann nutzt doch einfach die Kommentarfunktion. Freu mich über tolle Ideen.