• Angela Fischer

Gedankenkarussell?

Die 3-Minuten-Notbremse


Das kennst du sicher auch!

Kurz bevor der Wecker klingelt. Ein schlechter Traum. Völlig überflüssig. Du wachst auf. Stehst auf. Gehst deiner üblichen Routine nach.

Doch der schlechte Traum lässt sich nicht verscheuchen. Immer wieder ploppt er auf. Holt dich ein mit seinem fahlen, bitteren Beigeschmack. Du möchtest ihn wie eine lästige Fliege vertreiben. Nur wie?


Oder du hast dich geärgert. Über deinen Chef. Einen Kollegen. Die Kassiererin. Den Handwerker. Über dich selbst... Die Situation ist längst vorbei. Doch du schleifst sie mit. Den ganzen Tag. Schlechte Stimmung. Üble Laune. Grrr.


Oder du hast gestritten. Mit deinem Partner. Mit deinem Kind. Mit einem Freund.

In deinem Kopf - das große "Wenn..., dann..." Fragespiel. Es gibt nichts zu gewinnen, trotzdem krallst du dich an den diversen Möglichkeiten fest. Wie ein Ertrinkender an ein Stück Holz. Shit.


Drei Situationen. Doch immer das selbe Ergebnis: Dich plagt das Gedankenkarussell.


Ich kenne das zu gut. Ich bin nämlich so ein

typischer Gedankenkarussell-Mensch.

Einmal eingestiegen, fällt es mir schwer

die Notbremse zu ziehen.


Was ich tue bzw. was du tun kannst, um die nervige Fahrt zu beenden?


Laut Hirnforschung reichen drei Minuten, um aus dem Teufelskreis zu fliehen.

Versuche dich einfach auf etwas zu konzentrieren, was dich begeistert, fasziniert.

Einfach an etwas, das dir Freude macht.


Zum Beispiel die coolen Schuhe, die du neulich im Schaufenster gesehen hast.

Zum Beispiel das leckere Gericht, dass du neulich gegessen hast.

Zum Beispiel das spannende Buch, das du nicht mehr aus der Hand legen konntest.

Zum Beispiel die Wanderung, an deren Ende ein fantastisches Panorama und eine nette Hütte auf dich gewartet haben.

Zum Beispiel das sagenhafte Abendrot bei einem Glas Wein.

Zum Beispiel deinen ersten Kuss.


Egal für welche Situation du dich entscheidest, versuche in ihr aufzugehen.

Zum Beispiel die coolen Schuhe. Stell dir vor wie du sie anprobierst, die ersten Schritte läufst. Wie die Absätze klackern auf dem Asphalt. Wie groß, wie erhaben du dich plötzlich in ihnen fühlst. Oder wie sexy. Wie du neidische Blicke auf dich ziehst. Wie dich die Leute fragen, woher du die Schuhe hast...

Verliere dich ruhig in Details.


Plötzlich die Überraschung. Das Gedankenkarussell ist weg.

Oder zumindest in weiter Ferne. Es schwebt irgendwo am Himmel wie ein Ballon, der immer kleiner wird. Du musst die Augen zusammen kneifen, um es zu verfolgen.

Auf alle Fälle ist es plötzlich nur noch nichtig und klein.


Probiere es einfach mal aus. Du hast nichts zu verlieren. Außer unnötigen Gedanken.


Was machst du gegen negative, nervige Gedanken? Was ist dein Tipp?

Freue mich über Kommentare.













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